Strahlung erzeugt kein Krebs bei Mäusen! Und beim Menschen?
20.04.09 / Wissen / Author: admin
Die Frage ob Handystrahlen wirklich schädlich sind, sollte nun anhand von einem Versuch mit Mäusen geklärt werden. Leider gab es mal wieder kein Ergebnis. Das Bundesamt für Strahlenschutz vergab einen Forschungsauftrag an die Internationale Universität Bremen zur Auswirkung von Handystrahlung auf Mäuse. Es wurden Tiere verwendet, die durch eine genetische Veränderung im Alter von einem Jahr an einem Lymphom (Lymphknotenkrebs) erkranken. Die eine Hälfte der Mäuse wurde in ihren Käfigen rund 10 Monate lang einer dauernden Handystrahlung (900 MHz) ausgesetzt. Die andere Hälfte diente als Kontrolle und wurde nicht bestrahlt. Alle Tiere, ob bestrahlt oder nicht, litten bald an Krebs, sie verloren an Gewicht, bekamen Atemnot, gesträubtes Fell und hervorstehende Augen. Insgesamt 320 Mäuse mussten für die Erkenntnis leiden und sterben, dass eine dauerhafte Handystrahlung bei Mäusen offensichtlich keine erhöhte Krebsrate hervorruft.
Abgesehen von der ethischen Problematik, drängt sich die Frage auf, wie realitätsnah dieser Versuch ist. Wie viele der 1,6 Milliarden Handynutzer werden wohl fast ihr ganzes Leben lang Tag und Nacht mit einem ans Ohr geschnallten Handy herumlaufen? Und bei wie vielen von ihnen ist durch eine gentechnische Manipulation eine Krebserkrankung vorprogrammiert?
Die Bremer Experimentatoren sollten nun auch noch herausfinden wie sich niederfrequente Strahlung auswirkt. Für das gehäufte Vorkommen von Leukämie und anderen Krebserkrankungen bei Menschen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben, gibt es bereits handfeste Beweise. Die Bremer Experimente sollten denn auch die in zahlreichen Populationsstudien festgestellten Risiken im Tierversuch nur »nachvollziehen«. Bei den Mäusen ergab sich jedoch nach 38-wöchiger Dauerbestrahlung mit 50 Hz-Feldern keine erhöhte Krebsrate. Alle 480 Mäuse, bestrahlte und unbestrahlte, litten und starben gleich häufig an dem Krebs, der bei ihnen durch eine gentechnische Veränderung vorprogrammiert war. Die beim Menschen gefundenen Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch Hochspannungsleitungen konnten im Tierversuch nicht bestätigt werden.
Comments: 0