Tierversuche führen oft zu falschen Ergebnissen
20.04.09 / Wirtschaft / Author: admin
Wie einige Schlagzeilen berichten bringen Tierversuche nicht immer auf Menschen umsetztbare Ergebnisse:
Der monoklonale Antikörper TGN1412 der Würzburger Firma TeGenero sollte ein Wundermittel gegen Multiple Sklerose, rheumatische Arthritis und andere Immunkrankheiten werden. Doch anstatt das Immunsystem zu hemmen, löste er bei den Probanden eine überschießende Reaktion aus. Genau drei Jahre ist es her, seit sechs junge Männer in einem Londoner Krankenhaus um ihr Leben kämpften, kurz nachdem sie als erste Menschen ein neues Medikament eingenommen hatten. Der Wirkstoff TGN1412, der bei den zuvor völlig gesunden Medikamententestern zu lebensgefährlichen Organschäden führte, war intensiv in Tierversuchen getestet und für sicher befunden worden. Buchstäblich in letzter Sekunde konnten alle sechs Medikamententester gerettet werden, doch erlitten sie mehr oder weniger starke Folgeschäden. Ein Mann verlor einige Finger und Zehen. Die zuvor durchgeführten Tierversuche an Javaner- und Rhesusaffen, Kaninchen und Ratten waren problemlos verlaufen. Die Firma TeGenero ging in Konkurs.Jedes Jahr sterben allein in Deutschland rund 60.000 Menschen an unerwünschten Wirkungen von Arzneimitteln. Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche warnt seit Jahren davor, sich bei der Arzneimitteltestung auf Tierversuche zu verlassen. »Die immer wieder auftretenden Arzneimittelkatastrophen sind ein Beweis für die Unzulänglichkeit der Methode Tierversuch«, erklärt, Dr. med. vet. Corina Gericke, Sprecherin von Ärzte gegen Tierversuche.

Comments: 0